Schluchtenweg Sevelen

(Ein Service für Schwestermaus)

Ein spannender Ausflug mit der halben Mausfamilie. Über Brücken und Treppen führt der Weg zwar im ersten Teil steil bergauf, die Mauskinder zwischen 3 1/2 und 10 Jahren hatten jedoch keine Mühe und wollten den 3,5km langen Weg gleich nochmal machen.

Auf dem Parkplatz informiert eine grosse Wandertafel über die Wegstrecken und welchen Zeichen man folgen muss. Denn neben dem Schluchtenweg gibt es auch den Schlossweg und noch einen Weg, dessen Namen mir entfallen ist. Den ich mir auch nicht gemerkt hatte, eigentlich sollte diese Wanderung gar nicht auf den Blog, aber SchwesterMaus fand es eine gute Idee für das Forum😉

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Aufstieg durch das Geissbergtobel

Im Hochsommer ist es angenehm kühl in der Schlucht. Wir waren zwar auch im Sommer da, nur war die Hitze bereits zurückgegangen und wir merkten von dem Temperaturunterschied nicht viel.

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Nicht nur zum lesen, waren die Infostationen da. Man durfte auch gleich ausprobieren, wie es mit dem eigenen Können aussieht. Links und oben recht durfte man sein Messer schleifen. Unten rechts die Kraft erfahren, die es braucht um einen Mühlstein zu bewegen. (Es braucht ordentlich Kraft ^_^)

Faszinierende Informationen erhält man von den Tafeln die auf der Wegstrecke aufgestellt wurden. Man erfährt viel über die Tier- und Pflanzenwelt, über Geologie und über Segen und Gefahr des Wassers.

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Nachdem man den Aufstieg durch das Geissbertobel gemeistert hat, wandert man über eine kleine Hochebene. Dort hat man bei einem Bauernhof die Gelegenheit etwas zu Trinken zu kaufen, bevor man wieder bergab durch eine weitere Schlucht geht. Diese hatte mich mit ihren Gletschermühlen fast ein bisschen mehr beeindruckt als das Geissbergtobel.

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Die Macht des Wassers ist faszinierend. Und gleich danach badeten Mausekinder und Seeungeheuer gemeinsam im Tümpel.

Kurz vor Ende des Rundganges kommt man zu einem kleinen Weiher. Prima um sich abzukühlen. Naja, die Kinder sind ins Wasser. Ich trau Seen, Weihern und sonstigen Tümpeln nicht. Man weiss nie, was darin wohnt. Haie, Quallen, SEEUNGEHEUER! Die Mausekinder haben mich nur komisch angeguckt, als ich sie davor gewarnt habe – und sind doch rein.

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Eine empfehlenswerte kleine Wanderung, die durch die zauberhafte Welt von zwei Schluchten führt. Mit den Infotafeln erfahren nicht nur Kinder etwas Neues, sondern auch Erwachsene werden erstaunt über manche Information sein.

Weitere Infos gibt es auf den Webseiten der Gemeinde Sevelen und der Region Werdenberg.

 

Bergige Bücher

Ich lese gerne Bücher die von Wandern erzählen. Biografien von Aussteigern. Wahre Abenteurer, die ihre Träume verwirklichen. Obwohl sie manchmal auf die Schnauze fallen, ihren Traum trotzdem weiterverfolgen. Das beeindruckt mich sehr. Wenn ich solche Bücher lese, dann kommt bei mir schnell der Wunsch auf, wandern zu gehen, in die Wildnis auszuwandern, Verrücktes zu tun. Nur erwache ich rasch wieder aus meinen Träumen und weiss genau, dass ich dafür nicht geschaffen bin, dass sich dazu zu ängstlich bin, zu wenig Durchhaltevermögen habe… dass ich eine Romantikerin bin und die Realität hart und grausam😉

Diesen Frühling ging das Buch von Cheryl Strayed durch einige Blogs. Meine digitale Bibliothek besass es und ich konnte es ausleihen. Ich war so begeistert von der Geschichte. Es ist nicht nur ein Wanderbuch, sondern erzählt auch die Lebensgeschichte von Cheryl. Auch wenn ich nicht alles nachvollziehen konnte, was Cheryl getan hatte, so riss mich dieses Buch doch mit und ich las es innerhalb kürzester Zeit durch.

Nachdem ich das Buch durch hatte, gab ich meine Wanderschuhe weg. Wie Cheryls Schuhe waren mir meine zu klein und ich konnte kaum eine Stunde gehen ohne dass mir die Füsse grausam wehtaten. Sie waren eindeutig ein Fehlkauf, aber fast neue Schuhe wieder wegzugeben? Schlussendlich gab ich sie einem Mausekind, das hat mittlerweile fast so grosse Füsse wie ich.

Frau Kalkoff wartet geduldig auf meine Rückkehr.

Frau Kalkoff wartet geduldig auf meine Rückkehr.

Was tut man also wenn man keine Wanderschuhe besitzt, aber trotzdem in die Berge will? Man nimmt Frau Kalkhoff und fährt mit ihr soweit rauf wie möglich. Mit bequemen, aber trotzdem stabilen Schuhen, lässt sich auch ein Stück gehen, wenn auch grosse Bergtouren damit nicht möglich sind. Mit „Oryx und Crake“ (ein tolles, tolles, sehr empfehlenswertes Buch!) von Margaret Atwood verbrachte ich einen gemütlichen Vormittag in der Laui. Es war sehr schön und ich fühlte mich wohl. Ich war schon lange nicht mehr in den Bergen.

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Aber neue Schuhe kaufen? Viel Geld investieren, wenn mir da Wandern dann doch nicht gefällt. Und die Anstrengung auf einen Berg zu gelangen? Meine nicht vorhandene Fitness? Und doch steht in meinem 100Dinge-Buch einiges übers Wandern; Pässe überqueren, Baumgrenze überwinden, Bergseen erforschen… Dinge die ich doch erleben wollte…

Der Zufall in Form von MausSchwester kam mir zu Hilfe. Ihre Wanderschuhe drückten und da sie viel mehr in den Bergen ist, hat sie sich neue Schuhe besorgt. Ich solle doch mal die Alten ausprobieren, vielleicht passen sie mir ja. Ich glaubte nicht daran, gebrauchte Wanderschuhe? Doch sie passen!

Der erste Versuch sollte nur ein gemütliches Heidelbeerpflücken werden. Nachdem ich jedoch das „Chrätli“ voll hatte, lief ich nicht wieder runter, sondern nahm das Wannenspitzli in Angriff. Eine Stunde hoch, eine wieder runter. Zwar kam ich heftig ins Keuchen und Schwitzen, aber ich habe es geschafft. Mit „Der Alte Mann und Mr. Smith“ von Peter Ustinov genoss ich die Stille und der Duft der Berge. Wobei ich von dem Buch nicht sehr begeistert war. Der Alte Mann ist Gott und Mister Smith der Teufel. Die Geschichte erzählt von ihrem Besuch auf der Erde, was sich alles verändert hat und ihre tiefsinnige Gespräche. Gespräche zwischen den Beiden selbst oder dem Präsidenten von Amerika, dem Sekretär von Russland, mit Zwischenlandung in China und Japan. Gespräche zwischen Gut und Böse, über das Alter und Sterben und einiges mehr. Sehr philosophisch. Vielleicht hätte es mich zu einem anderen Zeitpunkt besser angesprochen.

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Runter spürte ich dann die Beine heftig, aber der Muskelkater am nächsten Tag blieb aus. Ich war zufrieden mit mir. Der nächste Berg war schon in Planung.

Eigentlich nur eine Annäherung an einen Berg. Irgendwann wollte ich auf den Speer. Den höchsten Nagelfluhberg Europas. An einem der Ausgangspunkte der Wanderung habe ich lange an der Seilbahn gearbeitet und war nie oben. Zeit es zu ändern. Ziel war lediglich der erste Aufstieg, schliesslich wollte ich es langsam angehen. (Das Wannenspitzli ist auch ein erster Aufstieg. Es führen viele Wege auf den Speer.)

Mit dabei „Für alle Fälle Fitz – Tod eines Knaben“ von Liz Holliday. Ein Buch mitten aus einer Krimi-Serie, was es mir schwer machte reinzukommen. So viele Charaktere und Verwicklungen. Im Grunde geht es um den Tod eines Schülers, um dessen vermeintliche Homosexualität, um seinen Lehrer, Schuld und Liebe und Verlangen. Wobei das Verlangen mehr Fitz, den Psychologen und eine Polizistin betreffen. Und die Ränkespiele im Polizeirevier. Die Grausamkeiten der Schüler. Missverständnisse. Leider nicht mein Fall.

Wohlverdiente Pause, bevor es weiter bis zur Spitze des Speers geht.

Wohlverdiente Pause, bevor es weiter bis zur Spitze des Speers geht.

Diesmal führte mich der Weg mit Frau Kalkhoff ins Ijental. Dann der Aufstieg zum Hengst – mein eigentliches Ziel. Nachdem ich zu Atem gekommen war, die Landschaft bewundert habe, nochmal ein bisschen ausgeruht habe, las ich ein Kapitel und machte mich wieder auf den Weg – nach oben. Ich fühlte mich gut, warum also nicht weiter nach oben. Ein bisschen bereut habe ich es, es wurde doch noch anstrengender, aber ich habe den Speer geschafft.

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Nach dieser langen Wanderung hatte ich eine Blase an der Ferse, aber ich denke, das kommt noch. Und wenn nicht, werde ich mir doch neue Schuhe kaufen müssen. Es hat Spass gemacht den Berg zu erklimmen, die Landschaft zu geniessen. Ich habe die Freude am Wandern neu entdeckt. Davon dass ich bei jedem steilen Aufstieg, keuche und schwitze, mehrere Pausen einlege, am Abend todmüde ins Bett sinke, will ich trotzdem wieder gehen.

 

Lesen und Bücher im Toggenburg # 1

Hier möchte ich eine kleine Serie starten, die sich um Bücher und das Lesen im Toggenburg handelt. Das Toggenburg ist eine Gegend im Kanton St. Gallen. Es ist wunderschön und bezaubernd und ich will nicht wieder weg von hier:-)

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Was will ich bezwecken?
Auf Aktionen aufmerksam machen, die hier in der Gegend gestartet werden. Zeitungsberichte zeigen, die ich interessant finde und mit Büchern zu tun haben. Mehr kommt mir grad nicht in den Sinn, aber es kommt sicherlich noch was im Laufe der Zeit dazu:-) Hoffe ich.

Der erste Bericht ist der „Büchertausch für Sommerlektüre“. Hier der Link zum Onlinebericht. Die Bibliothek Wattwil veranstaltet heute Abend einen Büchertausch. Im Prinzip ein Offener Bücherschrank für einen Abend. Finde ich eine tolle Idee, da es hier keine offiziellen Offenen Bücherschränke gibt. Allerdings gibt es auf privater Basis und sehr klein, einen Austausch in Nesslau und Alt St. Johann. Da will ich dann später mal mehr davon berichten.

Da ich arbeiten muss, schaff ich es nicht nach Wattwil. Ich bin mir aber sicher, dass meine aussortierten Bücher auch anderswo ein neues Zuhause finden werden.

 

 

Bio-Markt in Zofingen

Letztes Wochenende fand der jährliche Bio Marché in Zofingen statt. Letztes Jahr habe ich ihn verpasst. Dieses Jahr dachte ich im letzten Moment daran. Zusammen mit MutterMaus und GrossmutterMaus wurde es ein Generationsausflug daraus.

Im Regen fuhren wir zuhause weg und kamen fast drei Zugstunden später im sonnigen Zofingen an. Auch wenn ich am Anfang nicht so richtig überzeugt war, die Fahrt hat sich gelohnt.

Der Markt findet in der Altstadt statt, in der Nähe vom Bahnhof. Sehr praktisch, man muss nicht lange den Weg suchen. Ich laufe da ja stets in die falsche Richtung und mache Umwege bis ich zum Ziel komme. Nach einer Stärkung in einer tollen Pizzeria (die haben ein Erdmännchen auf der Toilette :-) )erkundeten wir den Markt.

Ich bin nicht so ein Marktgänger. Wenn ich alleine unterwegs bin, gehe ich durch den Markt durch, sondiere von weiten, gefällt mir, gefällt mir nicht. Auch wenn es von nahem doch ganz interessant sein könnte. Da ist es ein Vorteil wenn man eine langsamere GrosiMaus dabei hat. Dann spaziert man gemütlicher durch das Marktgeschehen, schaut sich aufmerksamer um.

Es ist ein BioMarkt. Und das wird von einem MarktAufseher tatsächlich kontrolliert, wie ich nebenbei mitbekommen habe, als ich einen Stand bewunderte. Da wurden Fragen gestellt; Wie wird es gemacht, was wird benutzt, ist wirklich alles Bio? Selbstverständlich werden die Betreiber schon vorher geprüft –  ist auf der Seite von Bio Marché zu lesen. Und natürlich gibt es auch BioFleisch. Ich lebe seit ein paar Jahren vegetarisch, trotzdem hat mich diese riesige Mortadella beeindruckt. Und der riesige Käse.😉

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Überall konnte man probieren; Käse, Wurst, Brotaufstrich, frisch gepresstes Kürbiskernöl…. Überall wurde kompetent auf Fragen geantwortet und auch wenn man keine Fragen stellte, wurde erklärt. Was für mich vom Vorteil war :-) Auf Leute zugehen, da habe ich noch Mühe. Aber ich kriege es mittlerweile hin, nicht nur mit Ja und Nein zu antworten, sondern auch ein Gespräch zu führen.

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Die Hängematte mit dem Extraaufhänger für Bücher fand ich toll. Leider habe ich keinen Platz dafür.

Selbst die Altstadt von Zofingen zeigte sich von seiner schönsten und lustigen Seite. Die Wäscheleinen über die Strasse. Die Rabengasse. Den Namen find ich hübsch und die Gasse selber gefällt mir auch. Die Scheiter-Klötzchen als Vorhang an einer Hauswand. Wer kommt den auf so eine Idee? Sieht aber cool aus. Anzutreffen waren auch Musiker und ein Zauberer. Es gab auch noch andere Gaukler, die habe ich jedoch nicht gesehen. Toll war auch das Karussell, das mit Muskelkraft angetrieben wurde.

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Eine duftende Idee hatte Bertschi-Café. Mit einer mobile KaffebohnenRösterei vor Ort roch man ihren Stand schon von weitem. GrosiMaus und ich gönnten uns trotz der Hitze eine Tasse und der Kaffee schmeckte tatsächlich sehr lecker. Zudem durfte man leere Kaffeesäcke mitnehmen, ich weiss noch nicht, ob ich daraus ein einen Pflanzensack nähen oder ein Bild daraus gestalten soll.

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Was hat mich besonders interessiert?
Vieles. Besonders plastikfreie Waren und Produkte die in der Schweiz hergestellt werden. Aber wie das so ist, ich bin nicht perfekt. Hab ich Gefallen an einem Produkt gefunden, war die Plastikfrage zweitrangig. Ok, es kam mir dann gar nicht mehr in den Sinn nachzufragen. Wie bei den Sonnengläsern. Tolles Produkt, schon lange auf meiner Wunschliste, in Karton verpackt. Dass das Glas aber noch ein Schutzmäntelchen umhatte, habe ich erst zuhause gesehen.

Was habe ich gekauft?
Nicht so vieles, aber mehr als üblich. Es hat zwar lange gedauert, aber ich habe es geschafft, nicht mehr alles zukaufen was ich toll finde, sondern eher nein zu sagen. Minimalismus und so.

Ich habe endlich ShampooSeife gekauft. Und zwar Toggenburger-Naturseifen von Astrid Nigg. Das Schöne daran, wir wohnen im gleichen Tal, also ist der Nachschub kein Problem. Die Seifen sind lediglich mit einem Papier umwickelt und somit plastikfrei. Perfekt.

Nicht so perfekt plastikfrei – okay, überhaupt nicht plastikfrei –  war der Kauf von Esspresso-Knuspermüesli und Chia-Knuspermüesli von BioVita. Aber so lecker, dass man die Müesli auch ohne weitere Zugabe essen kann. Was mich bestärkt, doch einmal den Versuch zu wagen und selber eine Mischung herzustellen und im Backofen rösten zulassen. Ich habe irgendwo mal ein Rezept gesehen… es gibt noch viel zu tun.

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Nicht genau hingesehen, habe ich bei bliib-gsund. Der Stand sah toll aus, die Webadresse hatte ein ch, die Verkäufer sehr freundlich und zuvorkommend, man durfte sich durch das (fast) ganze Sortiment probieren. Ich habe bis anhin immer die Brotaufstriche von Zwergenwiese benutzt. Nicht dass das eine besser ist als das andere, mir schmecken beide. Ich habe schlicht und einfach ein Schweizerprodukt erwartet. Dabei ist es ein Ableger oder der Schweizer-Standort von Lebe-gesund. So werde ich wohl weiterhin bei Zwergenwiese bleiben, denn diese bekomme ich hier im Reformladen und muss es nicht übers Internet bestellen.

Wenn die besten Mitarbeiter, einige Millionen Regenwürmer sind, dann freuen sich die Pflänzchen. Ich hoffe, meine tun es auch und der Biodünger von Fuhrers Wurmstall hilft meinem Grünzeug ein wenig beim Wachsen. Es ist schon eine Weile her, als ich einen Bericht in einer Zeitschrift las und fasziniert von der Idee war, Wurmmist als Dünger zu verwenden. Weitere Infos findet man auf Wurmstall.ch.

Eine weitere leckere Entdeckung machte ich bei Premsoul.ch. Bio Chai Sirup! Ich lernte Chai im Starbucks kennen. Nur habe ich hier in der Nähe keinen Starbucks und ein bisschen teuer ist ein Besuch da auch. Selber die Gewürze zumischen, dazu war ich ehrlich gesagt zu faul. Ich habe zwei Fläschchen gekauft und bereue es jetzt schon, dass ich nur die kleinen Flaschen genommen habe. Am Abend noch unkompliziert eine Tasse Chai zu geniessen, einfach lecker.

Ganz am Schluss habe ich SonnenGläser entdeckt. Von denen habe ich schon lange gehört und fand sie toll. So war meine einzige Frage an dem Stand, ob man damit auch lesen kann. Ja, kann man. Denn die SonnenGläser wurden extra dazu entwickelt, dass auch Menschen in stromlosen Gebieten eine Lichtquelle haben. Weitere Informationen findet ihr auf Sonneglas.net.

Es war ein toller Ausflug. Es gab so vieles zu sehen und zu entdecken. Nächstes Jahr werde ich sicherlich wieder hingehen.

Leseverhalten früher und heute

Nachdem ich meinen Kommentar zu Neyashas Artikel geschrieben habe, ist mir aufgefallen, dass er ziemlich langgeworden ist. Kein Wunder, ist ja euch ein sehr interessantes Thema das Neyasha hier angesprochen hat.

Ich bin derzeit grad wieder in einer Phase, da ich alles lese. Ich will Neues entdecken. Neue Autoren, neue Geschichten, ich will das ultimative, beste Buch aller Zeiten…. Nun gut, aller Zeiten ist ein Ausdruck den ich eigentlich nicht mag. Denkt man nur an das „schlimmste Unwetter aller Zeiten“ – irgendwann kommt wieder ein „schlimmstes Unwetter aller Zeiten“. Obwohl ich den Ausdruck auch schon bei neuen Bücher gelesen habe. Und bin der Meinung, dass es gewagt ist. Ich kenne zwar zu wenig alte Bücher um da eine Aussage zu treffen. Aber ich weiss, Jane Austen wird immer noch gelesen und das nach mehr als 200 Jahren. Das finde ich beeindruckend.

Wie Neyasha war es auch bei mir Hohlbein, der mir den Weg in die fantastische Welt öffnete. Aber erst der Fund von Der Zauberer Ihrer Majestät von Christopher Stasheff aus der Grabbelkiste zeigte mir die „richtige“ Fantasy Welt. Dieses Buch las ich damals mehrere Male. Nun steht es im Regal und ich traue mich nicht, es wieder zu lesen, weil es vielleicht den Zauber zerstören könnte, den es damals auf mich ausübte. Zwar las ich auch danach noch vieles andere, hauptsächlich blieb ich jedoch im Fantastischen. Mit etwa 20 lernte ich Elfquest kennen und lieben. Weitere Comics und auch Mangas folgten.

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Irgendwann schlichen sich dann Krimis in mein Leben. Zuerst langsam, dann hatte ich plötzlich ein ganzes Regal davon. Wobei ich die meisten in Brockenhäusern oder Flohmärkten gefunden habe. Bei Krimis bin ich nicht so wählerisch wie bei den Fantasybüchern. Als ich wählerisch war und zwei Krimis neu kaufte, war es beide Male ein Reinfall.
Die einzigen Krimis die ich später neu gekauft habe, sind die David Hunter Reihe von Simon Becket. Seit einem Monat bin ich auch ein riesiger Fan von Ursula Poznanski. Mit Beatrice Kaspary und Florin Wenninger hat sie mich voll erwischt. Zwar habe ich die Bücher von Frau Poznanski aus der Bibliothek ausgeliehen, doch die will ich irgendwann ebenfalls in meinem Regal bewundern.

Durch Mila und ihre Challenge „100Bücher“ wurde ich auch auf die Klassiker aufmerksam. Ich hatte immer Angst, dass ich Klassiker nicht verstehen würde. Mutig las ich mein erstes Jane Austen Buch und fand es toll. Weitere Bücher von der Liste habe ich auch schon gelesen, manche überraschten mich, andere langweilten mich zutiefst, doch ich werde auch da weiterlesen. Bestimmt versteckt sich unter all diesen Büchern auch noch ein Schatz.

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Oh ja, in meiner Teenager Zeit, las ich gerne Liebesromane. Diese kitschigen, mit den kitschigen Covern, genau diese Bücher um die ich nun einen grossen Bogen mache. Zugegeben, ein paar Romane habe ich allerdings noch bei mir.😉 Meine ersten Vampirbücher, waren Liebesromane. Was eigentlich ein krasser Sprung war, von der rosaroten, flauschigen Liebeswelt in die Düsternis der Vampire.
Allerdings musste man damals Vampirbücher regelrecht suchen, es gab keine Regale die angeschrieben waren, mit VAMPIR. Entweder wurde man per Zufall fündig, oder man las die Klappentexte genau durch und hatte vielleicht Glück, dass man ein Vampirbuch erwischte. Ein Vampir im Titel gab es selten. Wie oben erwähnt, wer erwartet unter Silbernes Mondlicht, das dich streichelt von Lina Lael Miller ein Vampirbuch?

Vor ein paar Jahren entdeckte ich Bücherblogs. Es war eine Offenbarung. Andere Menschen die genauso Bücher liebten wie ich. Die darüber schrieben, Empfehlungen abgaben. Über die Charas schimpften und andere anschmachteten. Die Listen führten, und Challenges veranstalteten. Ich wollte auch!
Da lernte ich auch den SuB kennen. Ich hatte keinen Stapel ungelesener Bücher. Ich hatte und habe immer noch ein Zimmer voll. Und plötzlich wurde meine eigene Bibliothek eine Belastung. Den SuB unter 100 Bücher zubringen, unvorstellbar. Ich hatte ein schlechtes Gewissen gegenüber mir selbst, gegenüber meiner Bücher. Das andere Problem, das mir fast die Freude am Lesen nahm, war, aufzuschreiben wieviel Bücher man im Durchschnitt liest. Hab ich vorher nie getan. Aus Neugierde, schrieb ich es ein Jahr lang auf. Ich fing an, dicke Bücher zu meiden. Dünne sind ja so viel schneller gelesen und ich kann wieder in Buch aussortieren und meiner Jahresliste ein Buch dazu fügen. Das Lesen war kein Vergnügen mehr, sondern ein Wettlauf.

Mittlerweile lese ich auch dicke Bücher wieder gerne. Geniesse die Zeit die ich mit den Charakteren verbringen kann. Ich lese für mich. Die Leseliste mache ich für mich.
Ich wechsle zwischen meinen Bücher und Bibliotheksbücher mehr oder weniger ab. Zwar habe ich noch manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit zu vielen fremden Büchern nach Hause komme. Aber das liegt mehr daran, dass ich weiss, dass sich auch unter meinen Büchern ein Schatz verbergen kann. Wie Dave Duncan und seine Fantasyromane. Die Bücher habe ich seit Jahren hier, habe sie jedoch erst dieses Jahr angefangen zu lesen und bin begeistert über seine Geschichten, seinen feinen Humor, einfach wow.

Was ist nun der Unterschied in meinem Leseverhalten früher und heute?
Früher konnte mich ein Genre über längere Zeit fesseln. Heute wechsle ich gerne ab.
Es braucht mehr, dass mich eine Geschichte begeistert. Ich erkenne den Handlungsablauf eher. Aber ich denke, das geht allen Viellesern so.
Liebesromane lese ich nicht mehr. Hohlbein auch nicht.
Die Zeit zum Lesen nehme ich mir. Meistens gehört der Abend den Büchern, wenn mich nicht grad eine DVD-Serie völlig in Bann zieht.
Ich habe weniger Berührungsängste als früher. Ich lasse mich auf eine Geschichte ein und lasse mich überraschen.

Danke Neyasha für diesen Gedankenanstoss. Und hier geht es zu ihren Beitrag und den ebenso lesenswerten Kommentaren.

Projekt Bibliothek # 1

Ich komme gut voran mit meiner Bibliothek-Leserei. Zu gut. Meine eigenen Bücher schreien bereits, dass auch sie gelesen werden wollen. Bei den 10 Büchern war allerdings noch Überraschungsbuch dabei, das mich mitgenommen hat und völlig in Bann gezogen hat.

  1. Kader Abdolah – Das Haus an der Moschee
    Das Leben der Familie die im Haus an der Mosche wohnen, die Umbrüche des Islam. Es hat mich in eine andere Welt entführt, in eine andere Religion und was im Teheran um 1950 passiert ist. Das fand ich durchaus interessant, aber viel hängen geblieben ist mir nicht.
  2. Melinda Nadj Abonji – Tauben fliegen auf
    Dieses Buch hab ich nach wenigen Seiten abgebrochen. Das Thema hat mich zu sehr an eine Person erinnert, die ich am liebsten vergessen würde.
  3. Oliver Adam – Keine Sorge mir geht gut
    Eine junge Frau, die nicht allzu gut mit ihrem Leben klarkommt, weil ihr Bruder verschwunden ist. Und wie sich aus dieser Trauer/Depression rausholt erzählt diese Geschichte. Naja, war nett. War auch ein ganz dünnes Buch. Was mich am meisten enttäuscht hat, war, wie der Autor die Arbeit von einer Kassierin abwertet. Mag auch daran liegen, wie schlecht es der jungen Frau geht. Wie eintönig die Arbeit ist und alles. Ich arbeite auch an einer Kasse. Ich hab mich nicht darum gerissen. Aber wenn man positiv heran geht, wenn man die Leute anlächelt, mit ihnen spricht und keine Trauermiene zieht, dann funktioniert es. Und mittlerweile geben mir diese Kunden so viel zurück. Kassierin ist nicht mein Traumberuf, aber inzwischen mag ich ihn. Bin aber immer noch nach der Suche nach einem Bürojob im Rechnungswesen.😉
  4. Simonetta Hornby Agnella- Die Mandelpflückerin
    Das hab ich auch abgebrochen. Um was ging es? Um die Mandelpflückerin die am Anfang des Buches als alte Frau stirbt. Und wie ihre Freunde, Bekannte und ihre Dienstherren sich an sie erinnern. Nach und nach wird so ihr Leben erzählt. Es wird viel geredet und nochmal geredet und um den heissen Brei geredet und… ich fand es schrecklich langweilig und hab darum aufgeben.
  5. Milena Agus – Die Flügel meines Vaters
    Ein weiteres komisches Buch. Erzählt aus der Sicht eines 10 bis 14 Jahre alten Mädchens. Ihr Vater läuft weg oder stirbt, so genau weiss ich das nicht mehr. Wie sie das verkraftet. Und dann ist noch die merkwürdige Nachbarin die ihre Pension in Sizilien – ich glaub es war Sizilien – nicht verkaufen will, obwohl es einen Haufen Geld bringen würde. Und wie die merkwürdige Nachbarin ihr Liebesleben meistert – fragwürdig. Das war… fragwürdig und merkwürdig, einfach nicht mein Ding. Aus der Sicht des Mädchen beschrieben ist einiges anders als das es in Wirklichkeit ist, das musste ich erst merken. Aber es blieb dabei, ich mochte diese Frau nicht. Ich mochte die Geschichte nicht. Es gab noch weitere Bücher der Autorin, aber die lass ich mal schön sein.
  6. Erika Akermann – Am Fusse des Rosenbergs
    Das Leben in St. Gallen in den Jahren um den 2. Weltkrieg. Der Punkt mit der Stadt St. Gallen hat mich sehr angesprochen, da es die Hauptstadt meines Kantons ist. Interessiert hat mich, wie sich das Leben während des 2. Weltkrieges in der Schweiz gestaltet hat. Besonders ins Detail geht es allerdings nicht, da sich die Geschichte um die Charaktere aufbaut, die ihr Leben leben wollen. Was mir nicht gefiel, war mehr der schriftstellerische Teil. Die Sicht wechselt von einem Kapitel zum Nächsten, zwischendurch sogar in den Absätzen drin. Früher hat mich das nie gestört, aber mittlerweile mag ich es ich gar mehr.
  7. Cecelia Ahern – Die Liebe deines Lebens
  8. Cecelia Ahern – Hundert Namen
    Von Cecelia Ahern hab ich vor Jahren mal alle Bücher gelesen. Ich habe mich auch gefreut, dass es wieder neue Bücher von ihr gab. Nur leider hat sich der Zauber verloren den sie mit ihren Geschichten auf mich ausgeübt hat.
  9. Susan Abulhawa – Während die Welt schlief
    Liegt es daran, dass sich beim Buchstabe A besonders viele Autoren tummeln die aus dem Osten stammen? Oder mögen die Bibliothekare einfach solche Geschichten? Ich hab selten so viele Bücher zu diesem Thema so kurz hintereinander gelesen. Einerseits find ich ja spannend in eine ganze andere Welt geführt zu werden, andererseits wir es mir langsam zu viel.
    „Während die Welt schlief“ erzählt von mehreren Generationen, um den Krieg zwischen Israel und Palästina, um Flucht, um Hoffnung, um verlorene Kinder, um Mütter und Väter, um Liebe und Familie. Das war für mich zu viel. Zu viele Geschichten in einer einzigen zusammengefasst. Und das Gefühl, ich habe das schon mal gelesen. Über Mütter die ihre Kinder lieben, aber es nicht zeigen können und die Kinder die dann das gleiche bei ihren eigenen Kindern auch geschehen lassen. Und noch einiges mehr.
  10. Jakob Arjouni – Der heilige Eddy
    Dieses Buch hätte ich ohne mein Bibliotheksprojekt nie mitgenommen. Es gehört einfach nicht in mein Beuteschema – auch wenn ich mich gerne überraschen lasse und unbekannte Bücher mitnehme. Der Titel, das Cover, die Inhaltsangabe? Was hat mich abgeschreckt? Ich weiss nicht. Ich war auch in der Versuchung das Buch wieder ins Regal zu stellen und zu übersehen.
    Eine kurze Recherche ergab, dass Jakob Arjouni deutlich bessere Bücher schreibt, als der heilige Eddy. Meine Bibliothek hat noch andere Bücher von ihm, daher werde ich diese Bücher sicherlich auch noch lesen. Der heilige Eddy ist eine nette, amüsante, unwirkliche Geschichte. Schnell gelesen, aber auch nicht so toll für ein zweites Mal lesen.
    Warum geht es? Eddy ist ein Betrüger, ein charmanter und geschickter Betrüger, aber ein Betrüger. (Fast hätte ich nach der ersten Seite abgebrochen. So ein Betrüger hat mir die Erinnerung an Paris so ziemlich versaut. Dafür weiss ich aber auch, dass ein jeder auf solche Menschen reinfallen kann.) Eddys sorgfältige getarntes Leben gerät aus den Fugen, als in seinem Wohnblock ein bekannter, reicher Mann stirbt und… naja, was Eddy dann alles unternehmen muss, damit er in Ruhe weiterleben kann. …

Fazit
Nette Bücher, nette Geschichten. Jedoch nichts was einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.
Und auch mein Vorhaben zu jedem Buch mehr zu schreiben, ist gescheitert. Vermutlich bin ich keine richtige Bücherbloggerin, eher eine Leserin. Mh, vielleicht kommt es ja noch, wer weiss.

Quantum Leap

Eine Serie die von 1989 bis 1993 von NBC produziert wurde. Im deutschen Sprachraum sah man „Zurück in die Vergangenheit“ ab 1991. Seit 2013 ist die Serie endlich vollständig auf DVD erhältlich.

Und jetzt kommen wir zum Teil den ich nicht mehr objektiv schreiben kann. Denn ich bin grad schwer verliebt in Sam Beckett alias Scott Bakula und kann mich kaum von ihm und den Geschichten losreissen. Ich hab innerhalb 14 Tagen sämtliche 5 Staffeln gesehen und wenn ich mich nicht zusammenreisse, fange ich gleich wieder von vorne an. Von dem her ist dieser Bericht mehr eine Schwärmerei und ein Versinken in meinen Erinnerungen als eine „richtige“ Vorstellung der Serie. Guckt euch die Serie trotzdem mal probehalber an –  ich habe sie beim ersten geliebt und beim zweiten mal ansehen noch viel mehr.

Im Hintergrund läuft das Lied Somewhere in the night das Scott Bakula auch in der Folge 3/15 Der Klavierspieler (Piano Man)singt. Hier geht’s zum Video. Scott Bakula hat vor Quantum Leap auf der Musicalbühne gestanden und so singt er mehrmals in verschiedenen Folgen. Ich bin jedes Mal fasziniert davon. Dazu spielt er auch Klavier und Gitarre. Tanzen kann er auch noch…. Hab ich schon gesagt, dass ich grad absolut in ihn verliebt bin? Hier der Link zum Song Man Of La Mancha und Fate’s Wide Wheel  Die Lieder gibt es ebenfalls auf der CD „Quantum Leap“ zu hören.

Worum geht es eigentlich?

Nachdem er die Theorie aufgestellt hatte, dass man innerhalb seiner eigenen Lebenszeit Zeitreisen könne, stieg Dr. Sam Beckett in den Quantensprungzeitbeschleuniger – und verschwand. Als er aufwachte, fand er sich in der Vergangenheit wieder, im Spiegel wurde er mit Gesichtern konfrontiert, die nicht seine eigenen waren, und eine unbekannte Kraft trieb ihn dazu, die Geschichte zum Besseren zu wenden. Sein einziger Führer auf dieser Reise ist Al, ein Projektbeobachter aus seiner eigenen Zeit, der ihm als Hologramm erscheint, dass nur Sam sehen und hören kann. Und so springt Dr. Beckett von Leben zu Leben, immer darum bemüht, etwas zu korrigieren, was einmal falsch gelaufen ist. Und jedesmal hofft er, dass sein nächster Sprung der Sprung nach Hause sein wird.

Ich habe die Serie kennengelernt, als ich in der Lehre war. Ich erinnere mich noch so genau daran, weil ich da bei einer alten Dame in Zimmerchen hatte und es ein grosses Privileg war, regelmässig den Fernseher zu benutzen. Nach 8 Monaten bin ich dort ausgezogen😉

Die erste Folge die ich sah – wenn ich mich recht erinnere – war die Folge 4/10 Zweikampf (Unchained) in der geht es darum, dass Sam in einem Scheckbetrüger ins Jahr 1956 springt. Er ist mit einem anderen Gefangenen zusammengekettet und sie sind auf der Flucht. Sams Aufgabe ist es diesmal, zu beweisen, dass sein Mitgefangener zu Unrecht des Mordes verdächtigt wird. Leider werden sie wieder eingefangen und müssen sich einen Kampf auf Leben und Tod stellen.
Es ist jetzt 20 Jahre, seit ich diesen Teil gesehen habe. Ich hatte immer wieder das Bild vor Augen, wie sich die beiden durch die Büsche schlagen, und dieser Zweikampf und das gute Ende. Mehr nicht. Ich wusste nicht mehr, woher ich diese Bilder hatte – bis ich sie nun wieder entdeckt habe.

Ebenso erinnere ich mich an die Folge 4/20 Der Fluch des Ptah-Hotep (The Curse Of Ptha-Hotep), als Sam in einem Archäologen springt und ein Grab öffnet, seit da sind mir Mumien unheimlich. Auch wenn ich merkwürdigerweise fasziniert von ihnen bin.

Als Sam ein einziges Mal ausserhalb seiner eigenen Lebenszeit springt, landet er in seinem eigenen Urgrossvater im Jahr 1862. Auch an diese Folge 5/20 Die Ketten zerbrechen (The Leap Between The States) erinnerte ich mich vage, war es doch das erste Mal, dass mir vor Augen geführt wurde, dass es Fluchtstrassen für Sklaven gab. Später in meinem Leben war mir das stets bewusst, aber ich konnte nicht mehr sagen, woher ich das Wissen hatte. Ich hab mich später auch mehr für die frühere Geschichte interessiert, als für diese jüngere Vergangenheit. Darum habe ich auch nicht mehr nachgeforscht. Ich weiss nicht, was wir damals genau in der Schule mit der amerikanischen Geschichte zu tun hatten. Aber ich glaube nicht besonders viel.

Ebenso die Tatsache, dass John F. Kennedy ermordet wurde. In der Folge 5/1+2 Das Attentat (Leaping On A String) ist Sam Lee Harvey Oswald. Natürlich will Sam den Präsidenten nicht ermorden, nur bleibt bei jedem Quantensprung etwas von dem Besitzer in Sams Bewusstsein zurück. Die Identitäten der beiden vermischen sich. Bei Oswald ist es besonders schlimm und Sam hat sich nicht immer unter Kontrolle. Eindrücklich fand ich die Veränderung in Sams Gesicht, wenn er von seiner Identität wieder in Oswalds wechselt. Und auch wenn wir wissen, was schlussendlich passiert, fiebert man dermassen mit Sam mit…. Oh Mann, waren das harte 90min.

Auch den Schluss konnte ich nie vergessen – heulend wie beim ersten Mal sass ich vor dem Fernseher. Auch wenn es himmeltraurig ist, dass die Serie damit zu Ende war, es war ein guter Schluss. (Aber warum gibt es heutzutage Serien die mit 11 Staffeln immer noch aktuell sind und Quantum Leap hat lediglich 5? *schnüff* Ok, die Firefly hatte nur eine Staffel, das ist auch sehr traurig.)

Infos von Wikipedia und den Broschüren von KSM, die der Sammlerbox beilagen.

Scott Bakula spielte ausserdem in Star Trek: Enterprise den Captain Jonathan Archer. Und seit 2014 Special Agent Dwayne Cassius „King“ Pride in Navy CIS: New Orleans.

Star Trek ist unterwegs zu mir. Somit kann ich den Mann weiterhin ansabbern bei seinen Abenteuern durchs Weltall begleiten. NCIS New Orleans verfolge ich jede Woche im Fernsehen. Auch wenn das Bild ziemlich mies ist, weil ich nur am Computer Fernsehen kann.

Was mich am meisten ärgert, es gab noch eine Serie, in der Scott Bakula als Hauptdarsteller mitgespielt hatte. Mr&Mrs Smith (Das Seattle Duo). Leider wurde die Serie nach nur 13 Folgen wieder abgesetzt. Aber ich erinnere mich daran, dass ich sie gesehen habe. Youtube sei Dank, habe ich mir die erste Folge nochmals angesehen, aber weil mein englisch ziemlich mies ist, habe ich viel zu wenig verstanden und das Bild ist auch nicht so toll. *seufz* So hoffe ich – wider aller Vernunft, dass die Serie mal auf DVD in Deutsch erscheint. Oder im Fernsehen ausgestrahlt wird und ich sie hoffentlich nicht verpasse.

Mr&Mrs Smith dürfte den meisten als Kinofilm bekannt sein. Mit Brad Pitt und Angelina Jolie. Ich mag die beiden. Angelina eigentlich mehr als Brad, aber nun ja. Wenn ich daran denke, dass Scott die Hauptrolle gespielt hätte, dann gäbe es vielleicht noch viel mehr Folgen der Serie und ich könnte weiterhin diesen Mann ansehen und… ok, ich hör schon auf😉

Weiterhin ist Scott Bakula in „Der Informant“ als Agent zu sehen, zusammen mit Matt Damon. Ebenso in „Behind oft he Candelabra“.
Ältere Filme sind „Ketten der Vergangenheit“ in der er den Sohn einer Mafiafamilie spielt, der sich ein neues Leben mit Frau und Tochter aufgebaut hatte. Nur kommt irgendwann die Vergangenheit wieder hoch. Damals fand ich die Szenen mit dem Computer faszinierend – damals hatte ich selber noch keinen und hatte keine Ahnung von dem Ganzen – jetzt kann ich darüber lachen. Was sich alles in der Technologie geändert hat… (Der Film wurde im Jahr 2000 gedreht)

Weiterhin existiert noch der Film „Lord of Illusions“. Wahrscheinlich war ich damals schon kurze Zeit völlig von Scott Bakula fasziniert und habe mir deswegen den Film angeschaut. Werde ich nie wieder tun. Keine Ahnung um was es ging, aber es war ein Horror. Und das konnte nicht mal ein hübscher Mann aufwerten.

Es gibt noch andere, doch diese Filme habe ich gesehen. Keiner davon kommt an Zurück in die Vergangenheit ran, aber sie haben doch Erinnerungen geweckt, ob gut oder schlecht, sei mal dahingestellt😉

Ich geh jetzt Quantum Leap gucken.:-)